Zum Inhalt [I]
Zur Navigation [N]
Kontakt [C] Aktuelles [2] Suchfunktion [4]
air-84665_1920.jpg

pax christi

menschen machen frieden - mach mit.

Unser Name ist Programm: der Friede Christi. 

pax christi ist eine ökumenische Friedensbewegung in der katholischen Kirche. Sie verbindet Gebet und Aktion und arbeitet in der Tradition der Friedenslehre des II. Vatikanischen Konzils. 

Der pax christi Deutsche Sektion e.V. ist Mitglied des weltweiten Friedensnetzes Pax Christi International.

Entstanden ist die pax christi-Bewegung am Ende des II. Weltkrieges, als französische Christinnen und Christen ihren deutschen Schwestern und Brüdern zur Versöhnung die Hand reichten. 

» Alle Informationen zur Deutschen Sektion von pax christi

75. Jahrestag des Massakers von Babij Jar

Anlässlich des 75. Jahrestages des Massakers von Babij Jar veranstaltete das Maximilian-Kolbe-Werk eine deutsch-ukrainische Jugendbegegnung mit dem Titel „Vergessene Opfer“ in Kiew, an der Charlotte und Aljoscha als Freiwillige von pax christi teilnehmen durften. Im Folgenden berichten Sie von diesem Erlebnis

Aufgrund unserer Arbeit war es uns leider nicht möglich, am gesamten Programm teilzunehmen. Trotz allem teilen wir hier unsere Eindrücke und Erfahrungen von den Tagen, an denen wir am Programm teilnahmen, mit.

 

Montagabend begann das Programm des Seminars mit einer Vorstellungsrunde. Von den 20 jungen Leuten aus Deutschland und der Ukraine und drei Holocaust- Überlebenden waren wir die beiden jüngsten Teilnehmer.    
Dienstag begann das eigentliche Programm und wir fuhren zur Gedenkstätte Babij Jar. Einer Schlucht ähnelt das Gelände kaum noch, es ist ein schön angelegter Park mit Monumenten, die an das Massaker erinnern. Ein Museum gibt es dort nicht, jedoch setzen sich die Überlebenden sehr stark dafür ein. Im Park spielten viele Kinder, eine Gruppe von Senioren machte ihre Fitness-Übungen und viele Leute gingen spazieren.


Durch die Gedenkstätte wurden wir von einem Holocaust -Überlebenden geführt. Im Kindesalter wurde er von seinem Kindermädchen vor der Erschießung gerettet. Auf die Führung folgte eine von deutschen Teilnehmern der Begegnung vorbereitete Andacht am Denkmal für die im Holocaust ermordeten Kinder.


Am Nachmittag fand im Hotel, in dem die Teilnehmer des Seminars tagten, beim gemeinsamen Essen eine Begegnung mit insgesamt 80 Holocaust-Überlebenden statt. Am Abend gab es dann einen Vortrag über den „Holocaust in der Ukraine“ von Dr. Boris Zarbarko (Holocaust-Überlebender), der leider einige Fragen offenließ. Diese konnten im Anschluss auf Grund des Zeitmangels auch leider nicht mehr beantwortet werden.  


Am Mittwoch fuhr Aljoscha mit einer kleinen Gruppe zum Hausbesuch einer KZ-Überlebenden. Was sie zu erzählen hatte, war sehr spannend. Nach ihrem traurigen Bericht wurde gegessen. Es gab leckere selbstgemacht Wareniki, eine ukrainische Spezialität. 


Auch am Freitag nahmen wir am Programm teil und hörten uns den Vortrag „Ich war auf dem Maidan“ einer ukrainischen Studentin an. Sie erzählte, wo sie war und was ihre Freunde gesagt oder gedacht haben, und es gab eine Diashow mit Bildern und ein Video. Anschließend gingen wir auf den Maidan, ließen uns noch weiter Ereignisse erklären und gingen zu den Gedenkstätten der Opfer, die während des Aufstandes gefallen waren. Ab und zu bleiben Menschen in dieser Straße des Gedenkens, die vom Maidan bergauf führt, stehen. Sie gucken sich die Portraits an und legen Blumen davor nieder.    


Es war auf jeden Fall sehr beeindruckend, Überlebende des Holocausts zu treffen und auch Teile ihrer persönlichen Erlebnisse zu hören. Gespräche mit Überlebenden werden nicht mehr lange möglich sein, daher war das Ganze eine einmalige Chance für uns.


Dieses Treffen war sehr interessant, aber auch tief bewegend. Wir sind sehr dankbar, dass wir an dieser Begegnung teilnehmen durften, und sind der Meinung, dass es weitere Jugendbegegnungen dieser Art geben sollte.

Charlotte & Aljoscha